Das Stück
Ausgangspunkt und Vorlage der Handlung ist eine Reihe von Hexenprozessen, die Ende des 17. Jahrhunderts in der puritanischen amerikanischen Kleinstadt Salem stattgefunden haben. Der Auslöser für das ganze Geschehen ist harmlos: junge Mädchen der Gemeinde tanzen nachts im Wald, während die Negersklavin Tituba alte Beschwörungsformeln über das Feuer murmelt. Die Zaubersprüche sollen Abigail, einem der Mädchen, zu ihrem Liebesglück verhelfen. Abigails Onkel, Pastor Parris, wird zutällig Zeuge des nächtlichen Treffens. Der Schock ertappt worden zu sein, und die Furcht vor Auspeitschung lösen bei den Mädchen eine Art von Hysterie aus. Das Geschehen wird aufgebauscht und als Teufelswerk verschrien. Man verleitet die Mädchen dazu zu bekennen, dass sie besessen seien, und vor der geistlichen Untersuchungskommission harmlose Bürgerinnen als Hexen anprangern. Die Motive für diese Anklagen sind persönlicher und höchst unreligiöser Natur, soweit sie sich nicht aus Furcht und Hysterie herleiten. Salem wird zu einem Hexenkessel der allgemeinen Beschuldigungen und Verleumdungen, in dem Wahrheit und Recht des Einzelnen auf der Strecke bleiben. Das Stück ist jedoch nicht nur eine Anklage der Hexenverfolgung. Es entstand unter dem Eindruck der in den fünfziger Jahren von dem amerikanischen Senator McCarthy eingeleiteten Kommunistenjagd unter deren Auswirkungen Miller persönlich zu leiden hatte. Miller erkannte deutlich die Parallelen zwischen den Verhören in Salem und Washington. „Im wesentlichen ging es bei den Verhandlungen genau wie bei den Prozessen im siebzehnten Jahrhundert in Salem darum, dass der Angeklagte ein öffentliches Geständnis ablegte und seine Komplizen und seine Gebieter, den Teufel, verdammte. Er musste den neuen Treueeid unter Beweis stellen, indem er abscheuliche alte Eide brach, daraufhin durfte er wieder in die Gesellschaft der überaus anständigen Bürger zurückkehren.“
Arthur Miller, Zeitkurven
Besetzung
REGIE, INSZENIERUNG & GESAMTLEITUNG
Stephan Roggenbuck
BETTY PARIS
Angie Schreib
REVEREND SAMUEL PARIS
Robert Paul
TITUBA
Doro Loffl
ABIGAIL WILLIAMS
Katrin Heimerl
SUSANNA WALLCOTT
Claudia Mungay
ANN PUTNAM
Christine Kaube
THOMAS PUTNAM
Christian Piwonka
MERCY LEWIS
Michaela Frumolt
MARY WARREN
Uli Hofmann
JOHN PROCTOR
David Rothfuß
REBECCA NURSE
Bianca Wastl
GILES COREY
Stefan Gürtler
REVEREND JOHN HALE
Felix Härtl
ELIZABETH PROCTOR
Caroline Kotz
FRANCIS NURSE
Volker Renz
EZEKIEL CHEEVER
Alex Ritschel
JOHN WILLARD
Thomas Piwonka
RICHTER HATHORNE
Udo Kaube
DANFORTH
Klaus Rötzer
SARAH GOOD
Claudia Wagner
MARTHA COREY
Claudia Wagner
SOUFFLEUSEN
Kathi Prasnowski, Vanessa Mecke
INSPIZIENZ
Sabine Pöhlmann
LICHT- & BÜHNENTECHNIK
Uli & Carina Eigenstetter, Sepp Haberkorn, Beate Köferl, Christoph Kurz, Manfred Pegoretti, Andrea Langner
MASKE
Michaela Frumolt, Andrea Heimerl, Katrin Heimerl, Uli Hofmann, Vanessa Mecke, Claudia Mungay, Tanja Piwonka, Kathi Prasnowski
KOSTÜME
Frau Birner, Renate Boudandier, Uli Hofmann, Frau Landkammer, Tanja Piwonka, Sandra Roggenbuck, Eva Saganek, Frau Weber, Bianca Wastl
PUBLIC RELATION
Felix Härtl, Christian Müller, Markus Mungay, Robert Paul, Beate Köferl